Westbevern 2030 - Projekt aus 2006

Luftaufnahme aus 2005 - Die Südumgehung Vadrup
Luftaufnahme aus 2005 - Die Südumgehung Vadrup

Seit 2013 ist der Begriff "Westbevern 2030" unter neuen Gesichtspunkten wieder ein Begriff für alle Bürgerinnen und Bürger.
Doch schon im März 2006 hatte der damalige Vorstand des Westbeverner Krink e. V. in einem offiziellen Schreiben Rat und Verwaltung gebeten, ein langfristiges Konzept zu erarbeiten, in dem die ökologische und ökonomische Situation von Westbevern-Dorf und Westbevern-Vadrup nach der am 15. September 2005 erfolgten Freigabe der Vadruper Umgehungsstraße einen wichtigen Bestandteil bilden müsse. Dabei sollten möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, ansässige Vereine und wichtige öffentliche Institutionen beider Stadtteile eng mit eingebunden werden.

Zufriedenstellend sind die bisherigen Ergebnisse keinesfalls, auch wenn der abgeschlossene Rückbau der alten L 588 und die Voraussetzungen für neue Gewerbeflächen zwischen Dorf und Vadrup in Höhe der Abfahrt "Lütken Heide" als wichtige Teilerfolge intensiver Zusammenarbeit mit dem Rat und der Stadt Telgte zu werten sind. So ließ der Rückbau und die damit verbundene Umgestaltung von Vadrup-Mitte bis zum Bahnhof noch bis Januar 2012 auf sich warten, ehe
Bürgermeister Wolfgang Pieper und der damalige Krinkvorsitzende in einem persönlichen Gespräch den entscheidenden Anstoß für eine zügige Neugestaltung gaben - auch wenn sich das Land nicht finanziell daran beteiligen würde.

2006 hatte die StadtTelgte auf Initiative des damaligen Krinkvorstandes und der CDU-Ortsunion Westbevern das Areal von der Südumgehung - Abfahrt "Lütken Heide bis hin zur Bahnlinie für die Nutzung sowohl als gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet, als auch mit dem heute fast ganz bebauten Wohngebiet "An der Weide". Für die Neuausweisung von Gewerbegebiet waren für Vadrup die neuen Einwohnerzahlen mit ständig über 2.000 Einwohnern (Westbevern-Dorf - und Westbevern-Vadrup haben heute etwa 3.900 Einwohner).

Mit den ersten Planungen der Vadruper Umgehungsstraße im Rahmen des Bahnübergangbeseitigungsgesetzes - etwa in 1977 - hatte Westbevern-Dorf wohl nur geringe Chancen auf eine eigene Umgehung. Gleichwohl bildeten sich 1979/1980 zwei neue Bürgerinitiativen in Westbevern-Dorf in den Siedlungsbereichen "Mühlenkamp" und "Kirchbreede", die zwar für eine Umgehung waren, aber sie auch nicht in ihrer Nähe haben wollten. Die politischen Gremien hatten in dieser Zeit große Bedenken, dass dann auch Westbevern-Dorf eine Spaltung in der Bürgerschaft über Jahre erleben könnte. In dem Leitantrag des Westbeverner Krink e. V. aus 2006 wurden zahlreiche Punkte aus der Krinkstudie 2002 einbezogen, u. a. die Erhaltung der Einzelhandelsgeschäfte, aber auch die Sicherung der zukünftigen Nahversorgung im Handwerk und durch neue Geschäfte, ggfs. auch ein größeres Mehrfachgeschäft, aber keinen Supermarkt, der sich wirtschaftlich auch nicht selbst tragen würde. Angedacht war die Kontaktaufnahme mit einen Tankstellenkonzern, der nicht nur eine Tankstelle errichten sollte, sondern auch finanziell in der Lage war, ein kleines Zentrum mit mehreren Gewerbegrundstücken zu erschließen. Telgtes Amt für Wirtschaftsförderung hatte dem Krinkvorstand gegenüber eine eigene Planung, wie sie z. B. im "Kiebitzpohl" angewendet wird, strikt abgelehnt.
Ein Auszug aus dem öffentlichen Antrag des Westbeverner Krinkvorstandes aus 2006 ist zum Download eingestellt