Die Bebauung des Kirchrings in Westbevern

Das Umfeld der Kirche war ursprünglicher Besitz des Hauses Langen, wo nahe der Kirche eine kleine Hofanlage gestanden haben soll.
Dieser Bereich soll gegen die Fliehburg für die Allgemeinheit auf Haus Langen eingetauscht worden sein.
In der 25. Ausgabe des „Spieker„ ist ausgeführt: „Um 1550 setzte auch die Kirchdorfbildung ein, indem so genannte Einlieger / Einwohner sich am Kirchhof niederließen. Es waren Gewerbler ohne Landbesitz und zunächst auch ohne Hausbesitz.
Sie saßen – und das ist bezeichnend für die Kirchortentwicklung in der Drubbelregion – zunächst in den Speichern oder Spiekern, die von Kirchenbesuchern aus dem weitläufigen Bauernschaften rund um den Kirchhof errichtet waren.„
Diese Aussage dürfte auch hier zutreffend sein. Das Pfarrhaus muss wohl immer hinter dem Kirchring gestanden haben, wie sich auch aus dem Urkataster von 1829 ergibt.
Im Jahre 1443 ist die alte Küsterei an der Grevener Straße erstmal erwähnt.
1469 wurde in einem Kaufvertrag ein Spieker auf dem Kirchhof erstmals erwähnt.
!496 wurde der ehemalige Kotten Potthoff, Dorf 13, erstmals erwähnt.
In der Willkommschatzung von 1498/99 sind der Lindenkotten, Dorf 8, und der Spieker des Potthoffs erstmals erwähnt.
1570 ist das Pastorat abgebrannt und der neu errichtete Backspeicher wird innerhalb des Kirchringes vermutet.
In der Feuerstättenschatzung von 1589 sind 7 weitere bewohnte Spieker nachgewiesen.
In dem Pachtbuch des Hauses Langen von 1596 wird Johan Happe, Dorf 7, erstmals erwähnt.
!604 schließt Johan Weileken mit Haus Langen einen Pachtvertrag über die auf dem Kirchhof gelegene Spiekerstätte (Dorf 6) ab.
Somit ist davon auszugehen, dass Ende des 16. Jahrhunderts bereits eine geschlossene Kirchringbebauung mit Hausstätten und Spiekern vorhanden war.

Und nun zu den wichtigsten Daten der einzelnen Hausstätten:

Küsterei, Dorf 3
Während die Küsterei erstmals 1443 erwähnt wird, ist der erste Küster bereits 1434 namentlich nachgewiesen.
In einer Archivale des Hauses Langen heißt es: Vor 1634 hat Heinrich Cüster seine Küsterdienste in Westbevern verrichtet.
Nach seinem Tode ist der neue Küster Bernd Woltering am 4.4.1434 durch den Archidiakon eingesetzt, nachdem er zuvor durch seine Unterschrift auf Haus Langen bestätigt hatte, das ihm die Pflichten als Küster bekannt gemacht worden sind.
Beim Dorfbrand 1711 ist auch die Küsterei abgebrannt und im selben Jahr noch wurde mit einem alten Haus aus Ladbergen Ersatz geschaffen.
In der Küsterei sind dann, vermutlich durch den Küster, die Westbeverner Kinder unterrichtet worden.
Nach dem Umzug des Küsters Möntemann nach Dorf 5 war die Küsterei bis zum Abbruch im Jahre 1828 nur noch sporadisch bewohnt.
Der Neubau wurde erst im Jahre 1845 bezugsfertig und ist von keinem Küster bewohnt worden.
Dorf 5
Es wird vermutet, dass hier 1570 der neue Backspeicher des Pastorats errichtet worden ist.
Der erste gesicherte Nachweis eines Bewohners ist der Drexler Joan Bernd Meyer, der 1749 hier wohnte.
1769 nahm die Witwe Minnersorge hier ihren Wohnsitz.
1790 unterhielt die Witwe Laumann hier einen Krämerladen und entrichtete an Haus Langen für den Verkauf von Brandwein und Tabak eine Akzise von 9 Sch. 4 Pf.
1795 vermählt sich der Küster Möntemann mit der Witwe Laumann und zog hier ein.
1803 ist der Küster Möntemann der Besitzer dieser Hausstätte.
1834 kauft Theresia Lohmann von Möntemann die Besitzungen Dorf 4, 5 und 6.
1840 heiratet Herm. Heinr. Schlautkötter die Witwe Lohmann.
1875 verstarb Schlautkötter. Ein weiterer Bewohner war nicht mehr festzustellen. Das Grundstück ist heute Bestandteil des Pfarrgartens.

Dorf 6
Der Schomaker Johan Weileken erhielt 1604 von Haus Langen die Erlaubnis auf seine Kosten eine auf dem Kirchhof gelegene Spiekerstätte zu bebauen.
Ab 1607 zahlte er hierfür halbjährlich einen schlechten Taler.
Nach dem Pachtbuch des Hauses Langen von 1638-47 ist diese Spiekerstätte unbewohnt.
Die Schatzung von 1668 weist in dem Spieker des Hauses Langen ein hier wohnendes Ehepaar aus.
Danach sind hier keine Bewohner mehr festgestellt worden. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Spieker als erste Schule in Westbevern genutzt wurde, bis er beim Dorfbrand 1711 abbrannte.
1738 wird den Eheleuten Friedrich und Katharina Krampe eine Tochter geboren. Der Wohnsitz dieser Familie ist 1749 in dieser Hausstätte nachgewiesen.
Ab 1765 ist der Johann Hermann Luckemeyer hier nachgewiesen, der von Haus Langen 1801 auf 8 Jahre das Recht erwarb, Brandwein und Tabak zu verkaufen. An Akzise entrichtete er Jährlich 19 Sch. 10 Pf.
1803 ist die Witwe Lückemeyer Eigentümerin dieser Hausstätte.
1829 ist die Witwe Möntemann als Eigentümerin eingetragen.
1834 verkauft sie die Hausstätte an Theresia Lohmann.
1876 zog hier nach vorheriger Renovierung des „Bäumerschen Hauses„ der Krämer und Schenkwirt Wilhelm Nünning ein, der es 1884 kaufte.

Bis 1904 konnten hier noch Bewohner festgestellt werden. Heute gehört das Grundstück zum Pfarrgarten.
Dorf 7
Von 1596-1631 ist dieser Spieker von Haus Langen an Johan Happe verheuert gewesen.
1664 - 68 ist Philip Becker, ein Diener des Hauses Langen, hier wohnhaft.
Nach dem Pachtbuch des Hauses Langen von 1702 wohnen in diesem Spieker zwei arme Frauen, die 1709 die halbe Heuer entrichten. Hier ist der Vorläufer des späteren Haus Langenschen Armenhauses zu vermuten.
Nach dem Dorfbrand wurde diese Hausstätte 1715 von Jürgen Tünte wiederum bebaut und zahlt jährlich 1 Rt. 14 Sch.
Die Familie Tünte wohnte hier bis 1837.
Danach pachtet die Gemeinde Westbevern das Anwesen als Küsterwohnung für jährlich 8 Taler.
Ab 1845 erfolgt wieder eine private Nutzung.

Dorf 8
In der Willkommschatzung von 1498/99 wird „De Molnersche to Langen, Gese to Lyntho erstmals erwähnt.
Nach dem Pachtbuch von 1596 Zahlt „Bert vom Lindenkotten an Haus langen Jährlich 2 Rt.
1638-47 gibt der „Lindenkötter negst der Pastorei„ nun 1 ½ Rt.
1702 gibt Joan Austrup vom Möllerskotten jährlich 1 Rt. 7 Sch. und 1 ½ Scheffel Hafer. An Brandwein- und Tabakakzise zahlt er 14 Sch.
1713 heiratet Johann Heymann die Elisabeth Potthoff und übernimmt den Kotten.
1733 beträgt die Akzise schon 1 Rt.
1745 heiratet der Bäcker Wilhelm Winckelsett die Catharina Heymann.
Nach der Hofsprache von 1754 „ist der Möllerskötter oder Lindenkötter vermög alter Regesten im Leibeigentum verbunden und der jetzige Winckelsett sich davon befreien will„. Für das Brennen von Brandwein zahlt er nun 2 Rt. und zum Weinkauf 4 Sch.
1780 hat der „Jäger von Haus Langen den Möllerskotten unentgeltlich unter„.
1790 wohnt hier der Jäger Anton Leimann unentgeltlich.
1803 ist der Jäger Ferdinand Empting Pächter dieser Hausstätte, die um 1840 der Schuster Immegrove erwarb.
1883 erfolgte ein Um- und Erweiterungsbau mit einem Gastzimmer für die nunmehr betriebene Gastwirtschaft.

Dorf 11

Der in der Feuerstättenschatzung von 1589 genannte „Walter Severt auf dem Kirchhof im Spieker Schulze Osthoff wird in dieser Hausstätte vermutet.
Nach der Schatzung von 1668 hier nun der Hermann Hoge.
1702 wird hier der Evert Kramer vermutet, der auch als Choralsänger erwähnt ist. Für den Verkauf von Brandwein und Tabak zahlt er jährlich 14 Sch.
Nach dem Dorfbrand von 1711 verkauft Eppichmann „die wüste Spiekerstätte an Haus Langen.
Zwischen 1711 und 1713 errichtet hier der Bernd Vennemann ein kleines Häuschen.
Ab 1637 bewohnt der Peter Luckemeyer dieses Anwesen.
Nach der Hofsprache von 1754 hat Luckemeyer Vennemanns Häuschen und gibt 4 Rt.
Philipp Burlage vermählte sich 1768 mit der Tochter des Lückemeyer und nimmt hier seinen Wohnsitz.
1780 pachtet er diesen Besitz auf 20 Jahre für jährlich 3 Rt.
1790 zahlt er an Brandwein- und Tabakakzise 14 Sch. Sie wurde bis zur Aufhebung der Akzise durch Napoleon im Jahre 1810 von dieser Hausstätte entrichtet.
1839 erwarb Georg Tünte dieses Anwesen und bebaute es erneut. Seine Tochter mit ihrem Ehemann nehmen hier vorübergehend ihren Wohnsitz.
Ab 1872 wird durch den Wirt und Krämer Jülckenbeck auch eine Gaststätte betrieben.

Dorf 13
!496 erfolgte im Telgter Urkundenbuch die Ersterwähnung.
!498/99 werden 4 Personen zur Schatzung veranlagt.
1596 zahlt Potthoff für Dienst und Pacht 6 Goldgulden an Haus Langen.
Nach der Schatzung von 1665 ist der Kotten schatzungsfrei, da „Potthoff auf privilegiertem Grund der adeligen Fam. zu Langen steht„.
1702 ist Potthoff erstmals als Wirt eingetragen und gibt 5 Rt. an Bierakzise. Die jährliche Heuer beträgt nun 7Rt. 14 Sch. abzüglich 1 Rt. für die der Vikarie zur Verfügung gestellte Wiese.
!768 zahlt „der persönlich freie Pächter Potthoff vom Spieker im Dorf„ 6 Rt. 14 Sch. an Pacht und 3 Rt. 18 Sch. an Bierakzise.
In dem Heberegister von 1806-13 ist Potthoff nicht mehr erwähnt. Die weitere Bewirtschaftung erfolgt nun von dem jeweiligen Besitzer der Hausstätte Dorf 10.
Von 1810 bis zur Fertigstellung der neuen Schule am der heutigen Pfarrer-Wiesmann-Straße im Jahre 1824 wurden hier die Kinder der Bauerschaften Dorf und Vadrup beschult.
Nach dem Urkataster von 1829 sind die einzelnen Gebäude noch vorhanden. Bis auf den nachfolgend erwähnten Spieker sind die übrigen Gebäude später abgebrochen worden.
Der 1498/99 erstmals erwähnte Spieker wurde vermutlich als Leibzucht bewohnt. 1589 sind auf dem Potthoffschen Anwesen zwei Feuerstätten ermittelt worden.
1668 ist unter der Rubrik „Leibzüchter und Einwohner„ eine Frau als Bewohnerin eingetragen.

Dorf 14
Die Ersterwähnung dieses Spiekers wird in der Feuerstättenschatzung von 1589 vermutet. Henrich D… ist hier eingetragen. Der Spieker ist dem Hof Schulze Dieckhoff zugeordnet.
Nach den Schatzungen von 1664 und 1665 wohnt hier nun die Witwe Hoge.
Die Schatzung von 1668 weist den Soldat Delstrup als Haushaltsvorstand aus. Er heiratete 1662 die Anna Hoge.
Der Spieker dürfte inzwischen von Haus Langen erworben sein, denn 1702 ist unter den „Häusern im Dorf und am Kirchhof„ mit der Eintragung „ein Spieker worin Bernd Wicharts wohnt„ versehen.

1715 hat der Zimmermann Johann Hoge den Spieker mit großen Kosten repariert. Er erhielt hierfür das Wohnrecht für sich und seine Kinder wenn sie jährlich 2 Rt. bezahlen.
1729 heiratet der Zimmermann Johann Piegelbrock die Anna Hoge.
Die Nachfolge des Piegelbrock trat um 1765 sein Neffe Johann Brockmann an. Er ist zwischen 1811 und 1820 verzogen.
1839 nahm hier der In Glandorf geborene Schneider Johann Drücker seinen Wohnsitz. 1840 kaufte er das Anwesen für 120 Taler und errichtete noch im gleichen Jahr einen Neubau zur Größe von 9,50 x 5,40 m.
Im Jahre 2000 verkaufte die Erbengemeinschaft Drücker dieses Anwesen an die Eheleute Thomsen.

Dorf 15
In der Feuerstättenschatzung von 1589 ist zu dieser Hausstätte folgendes vermerkt: „Gertrud Happe auf dem Kirchhof im Spieker Boiemans unterhält das Kirchspiel zwei Arme, beide lahm und einer unsinnig„.
1664 heiratet der Schuster Henrich Sandfurth die Margaretha Ermeken.
1702 erhält Paul Sandfurth von Wilhelm Beumann für eine Schuldübernahme von 25 Rt. das Recht zur kostenlosen Nutzung seines Spiekers bis diese Schuld getilgt ist.
1749 ist hier der Hölscher Bernd Bucker wohnhaft.
1803 wohnt hier der Tagelöhner Hermann Kock und 1811Diderich Kock. Das Haus gehört nun einem Kötter in Ostbevern.
1893 übernahm die Näherin Anna Verspohl dieses Anwesen.

Dorf16
1589 bewohnt Hermann Veber oder Johann Weilke den Spieker des Hauses Langen.
1596 zahlt Hermann Recker für den Spieker an Haus Langen 2 Schlechte Taler.
1668 wird Dem Caspar und der Anna Ermiken, sonst auch Kramer genannt, die Tochter Elisabeth genannt.
1672 heiratet Bernard Schlott die Anna Scheipers, auch Ermiken genannt.
1700 verfügt Heidenreich von Lethmate testamentarisch, dass Witwe Notnagel 100 Rt. erhalten soll und den auf dem Kirchhof stehenden Spieker der Ermen Greite, der vorher noch renoviert werden soll, auf Lebenzeit kostenlos nutzen darf, wenn sie ihn bis zu seinem Tode dient.
1701 wird dieser Spieker zur neu eingerichteten Vikarie. Den dritten Teil der Wohnung verbleibt bis zu ihrem Tode der Witwe Notnagel.
Nachdem 1954 der letzte Vikar Westbevern verließ, wurde sie an Leo Nosthoff verkauft.

Dorf 17
Nach der Schatzung von 1589 gehört dieser Spiker zum Hof Lütke Westhues.
In der Schatzung von 1665 ist Jorgen Hebben Bewohner dieses Spiekers.
1683 heiratet der Soldat Temme Hobeler Maria Arvildei . Ein Trauzeuge ist der Nachbar Henrich Sandfurth.
1702 ist als Einwohner dieses Spiekers der Joan Freise in einem Vertrag zwischen Lütke Westhues und dem Vikar Baumhove erwähnt.
Der Schneider Heinrich Freise ist 1749 in dieser Hausstätte mit seiner Familie wohnhaft.
1803 wohnt in dem Spieker des Zellers Lütke Westhues der 36 Jahre alte Schneider Franz Leismann mit seiner Familie.
1840 wird der Spieker abgebrochen und das Grundstück an Franz Leismann verkauft, der hier einen Neubau errichtet.
1844 verkauft er diese Hausstätte an seinen Nachbarn Viktor Stahl.
Der Umbau zur heutigen Bäckerei erfolgte um 1900 durch Theodor Ackermann.

Dorf 18
Bei der Schatzung von 1589 wohnt hier im Spieker des Hauses Langen Hermann Veber oder Johann Weilke.
Nach dem Pachtbuch von1596-1603 ist hier der Meister Staken wohnhaft und zahlt jährlich zur Heuer 2 Schlechte Taler.
1602 erhält der Kornmöller Stakens jährlich an Entgelt 4 Rt. und 2 Paar Schuhe.
In den Pachtbüchern von 1603-1647 sind folgende Bewohner hier eingetragen: 1603-1607 Holt Trine, 1608-1626 der Pförtner des Hauses Langen Johann zum Weitkamp, 1626 Elsgen zum Damme, 1627 Bruns Greite, 1638-40 unbewohnt und 1641-1647 Bernd Möllers in dem Spieker an der Beverbrücke
Nach den Schatzungen von 1664, 1665 und 1668 wohnt hier weiterhin Bernd Möllers mit seiner Frau.
1671 heiratet Gerhard Schmitt die Witwe Möllers.
1702 entrichtet die Witwe Schmitz für den Haus Langenschen Spieker jährlich 2 Rt.
1714 wurde ihr der Spieker für 1 Rt. 14 Sch. überlassen, da sie ihn auf ihre Kosten gründlich repariert hatte. Außerdem entrichtete sie jährlich 14 Sch. an Brandwein- und Tabakakzise.Gleichzeitig wohnte hier auch noch der Johann Horstmann. Während die Witwe Schmit 1733 die Abgaben zahlte, übernahm Johann Horstmann diese für 1734.
1749 sind hier 5 Personen wohnhaft.
1790 entrichtet der neue Pächter Hecker zur Heuer 3 Rt. 18 Sch. 6 Pf.
1800 zahlt der Schneider Umgrove vom Spieker 5 Rt. 12 Sch.
Um 1842 kaufte der Nachbar Stahl dieses Anwesen.

Dorf 19
In der Schatzung von 1589 ist in dem Spieker des Hauses Langen die Trine Westermann aufgelistet
Nach dem Pachtbuch von 1569-1603 ist bis 1597 der Pastor Lethmate hier eingetragen, 1598 Trine Westermann. Walter tom Seuerte zahlt an Heuer 2 Gulden und hat bis1601 hier seinen Wohnsitz.
Anne Mair entrichtet für 1602bis 1603 die Heuer.
1604 zahlt Anne Mair vom Spieker bei der Küsterei 2 Schlechte Taler. Der nächste Bewohner ist Godeke der Krämer.
Nachdem der Spieker von 1638-40 unbewohnt war, übernahm ihn 1641 Top Elsken für 1 Rt.
Nach den Schatzungen von 1664, 1665 und 1668 ist hier nun der Jois Neseker wohnhaft.
1702-1706 zahlt Bernd Schloth jährlich 2 Rt.
Zwischen 1706 und 1715 ist dieses Anwesen verkauft worden. Der erste Nachweis des Conrad Westermann als neuer Eigentümer ist die Geburt seines Sohnes im Jahre 1715.
1721 zahlt Westermann 1Rt. 7 Sch. an Akzise für den Verkauf von Brandwein und Tabak.
1781 heiratet die älteste Tochter Anna den Joes Bernard Edelbrock.
Nach der Hofsprache von 1790 waren mehrere Höfe mit 355 Rt. bei Edelbrock verschuldet.
1819 heiratet Anna Edelbrock den in der Vikarie wohnenden Schullehrer Viktor Stahl, der den Schuldienst quittierte und Krämer wurde. Zwischen 1820 und 1825 wurde auch noch eine Gastwirtschaft eröffnet.
1877 vermählt sich die Tochter Anna mit dem Wilhelm Struckmann aus Cloppenburg.
1878 wird hier die erste Postagentur in Westbevern eröffnet.
1900 heiratet die Tochter Anna den Theodor Ackermann aus Sassenberg. Seit dieser Zeit wird hier auch eine Bäckerei betrieben.

© Franz Drücker